Gemeindeleben
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Pilgerreise ins Heilige Land - „Ihr seid eine gesegnete Gruppe!“
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Ein Reisebericht von Werner Büttner - Eine evangelisch-lutherische Gemeinde in Georgien
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30 Jahre Handarbeitskreis - 40 Jahre Montagskaffee
Kindergarten Schmilau
Ist der Hirsch der Mann vom Reh?
So
lautet der Titel eines interessanten Sachbuches, und nicht nur diese
Frage wurde in unserem Schmilauer Kindergarten geklärt.
Begeistert waren die Kinder besonders von einer CD, auf der fast alle
Waldtiere zu hören waren. Während die Jüngeren ihren Spaß damit hatten,
einen Hirsch oder einmal den Ton eines Dachses zu hören, wetteiferten
die Größeren beim Tierstimmenquiz. Wir waren erstaunt, wie schnell sie
alle Stimmen schon nach einmaligem Hören erkannten. Dann besuchten
wir den Wildpark in Mölln. Unser herzlicher Dank gilt hier der Familie
Bockhop, die uns für diesen Ausflug wieder einmal gerne ihren großen
Erdbeerbus mit einem freundlichen Fahrer zur Verfügung stellte.
Die
Führung mit Herrn Wilde wurde zu einem lehrreichen und spannenden
Erlebnis. Der Kolkrabe Jakob zeigte sich an diesem Tag leider nicht so
gesprächig, stattdessen imitierte Herr Wilde ihn aber so perfekt, dass
nicht nur Rabe Jakob irritiert war.
Einige Tage später kamen dann die Eltern von Jona und Lilli mit dem
Infomobil der Kreisjägerschaft zum Kindergarten. Mit Hilfe seiner
Frau baute Herr Heitling die Ausstellung vor unserer Tür auf.
Die Kinder konnten Fragen stellen und bekamen die Gelegenheit, u.a. auch
den Dachs, Iltis oder Fuchs zu streicheln. Die ausgestellten Geweihe
spornten unsere starken Kinder zur Kraftprobe an.
Wir bedanken uns nochmals bei allen Beteiligten, die Resonanz
unserer naturbegeisterter Kinder zeigt uns, dass diese Aktion ein voller
Erfolg war.
Herzliche Grüße aus dem Kindergarten Schmilau
Ihre Martina Kruse-Jacobsen é
Jubiläum und Reparatur
„Die Glocke"
(hm)
Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen: Seit Anfang Mai läuten wieder alle
Glocken unserer Kirche St. Georg auf dem Berge in fröhlicher Eintracht.
Seit Ende letzten Jahres gab es Probleme mit den Glockenmotoren. Trotz
mehrfacher Reparaturen fielen sie immer wieder aus. 50 Jahre haben sie
auf dem Buckel. Da hat der Kirchenvorstand entschieden, neue
Glockenmotoren einbauen zu lassen. So freuen wir uns, dass seit Anfang
Mai wieder das volle Geläut erklingt und zu unseren Gottesdiensten,
Hochzeiten und Beerdigungen einlädt.
Unsere Kirche besitzt zwei sehr alte und zwei verhältnismäßig neue
Glocken. Die älteste ist die Taufglocke von 1569, die mit einer über 100
Jahre alten Glockenmaschine per Pedal geläutet wird und nur zu Taufen
erklingt. 1681 wurde für den damals neu errichteten kleinen Glockenturm
eine Bronzeglocke gegossen, die heute einzeln geläutet als Sterbeglocke
erklingt, aber auch mit den beiden jungen Glocken gemeinsam zu den
Gottesdiensten einlädt und einen Te-Deum-Dreiklang bildet.
1960 ließ unsere Gemeinde zwei weitere Bronzeglocken bei der
Glockengießerei Schilling in Heidelberg gießen. Die größere Glocke
erinnert an die Gefallenen, Kriegsopfer und Vermissten mit der
Aufschrift: „Ich gebe ihnen das ewige Leben. 1939 bis 1945.“ Die
kleinere Glocke ist den Heimatvertriebenen und Flüchtlingen gewidmet.
Auf ihr findet sich die Zusage Gottes: „Ich bin mit dir und will dich
behüten, wo du hinziehst. 1945, Jahr der Vertreibung.“
1960 haben die Kriegs- und Nachkriegsereignisse das Bewusstsein der
Menschen doch noch sehr geprägt. Ältere Gemeindeglieder erinnern sich:
In einer feierlichen Prozession wurden die beiden neuen Glocken mit
Pferd und Wagen vom Ratzeburger Bahnhof abgeholt und zur Kirche
gebracht. Damals wurden sie – wie auch die alte Sterbeglocke – mit
Elektromotoren ausgerüstet. Diese Motoren haben nun ihren Dienst
quittiert. Doch zum 50. Geburtstag der jungen Glocken haben sie – wie
die alte Sterbeglocke – einen neuen Motor erhalten. So können alle vier
Glocken unserer Kirche wieder ihren Verkündigungsdienst versehen, der
darin besteht, wie es ihre Aufschriften formulieren: „SOLI DEO GLORIA!“
Oder: „Gott, dem Allmächtigen zu Ehren!“
Spenden zur Finanzierung der Glockenreparatur erbitten wir auf das Konto
unserer Kirchengemeinde Nr. 113 220 bei der Kreissparkasse Ratzeburg
(BLZ 230 527 50). Spendenbescheinigungen stellen wir selbstverständlich
aus. Eine Broschüre über die Entstehung und Bedeutung der Glocken von
St.Georg auf dem Berge finden Sie in unserer Kirche. é
Pilgerreise ins Heilige Land
„Ihr seid eine gesegnete Gruppe!“
(hm)
„Ihr seid wirklich eine gesegnete Gruppe!“ sagte die palästinensische
Christin Kadra zu uns, als sie uns durch Bethlehem führte und sich die
lange Warteschlange in der Geburtskirche ausgerechnet als wir kamen auf
wundersame Weise verflüchtigt hatte. Es war in der Tat eine gesegnete
Reise, diese vierte Pilgerreise unserer Kirchengemeinde ins Heilige
Land. Diesmal hatten sich 41 Personen aus Ratzeburg und Umgebung am
Dienstag nach Ostern unter der Leitung von Pastor Mader und seiner Frau
auf den Weg gemacht. Die Reise stand diesmal unter dem Motto: „Kommt und
seht – ein Land der Gegensätze“
Wir konnten die heiligen Stätten besuchen am See Genezareth, in
Jerusalem und Bethlehem. Der Benediktinerpater Bargil Pixner hat einmal
formuliert: „Das heilige Land ist wie ein fünftes Evangelium.“ Und so
waren viele von uns tief berührt, als sie auf den Spuren Jesu in einem
Boot auf dem See Genezareth fuhren, am Ufer des Sees eine Andacht
feierten, wo Jesus auf wunderbare Weise 5.000 Menschen gespeist hatte
oder in Jerusalem auf der Via Dolorosa und in der Grabeskirche dem
Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu nachsannen oder als sie auf dem
Ölberg in der Himmelfahrtskirche beteten oder in Bethlehem mitten im
April ein Weihnachtslied anstimmten. Jesus und die Bibel können einem im
Heiligen Land sehr nahe kommen.
Natürlich haben wir auch viel Geschichte gesehen und erfahren: Aus
byzantinischer und Kreuzfahrerzeit sind beeindruckende Kirchen und
Burgen erhalten. Die Festung Massada von König Herodes über dem Toten
Meer angelegt erinnert an die letzten aufständischen Juden, die dort im
Jahre 70 nicht lebendig in die Hände der Römer fallen wollten und sich
deshalb selbst das Leben nahmen. Auch die moderne Geschichte von der
Judenvernichtung im Dritten Reich hat uns als Deutsche im Holocaust
Museum Jad Vaschem in Jerusalem besonders eingeholt und ist uns
buchstäblich unter die Haut gegangen.
Natürlich sind uns auch die heutigen politischen Probleme zwischen
Israelis und Palästinensern nicht verborgen geblieben. Ganz im
Gegenteil: Mit unseren Freunden aus der evangelischen Kirchengemeinde in
Beit Jala haben wir einen Friedenslauf zur Mauer unternommen. Sie
riegelt das Westjordanland wie ein Freiluftgefängnis ab und lässt vor
allem den Jugendlichen kaum Lebensperspektiven. Wir haben Gespräche
geführt mit Menschen in Israel und in Palästina. Das bedrückende Fazit
war: eine Friedenslösung ist nicht in Sicht, die Lage scheint sich eher
zu verschlechtern.
Auch die so unterschiedlichen Landschaftsformen in Israel haben wir im
wahrsten Sinne des Wortes erfahren: Von den subtropisch fruchtbaren
Gegenden im Norden am See Genezareth und auf den Golanhöhen über die
Berge Jerusalems und die Wüste am Ufer des Toten Meeres 400 Meter unter
dem Meeresspiegel bis hin zur Mittelmeerküste sind wir auf
verhältnismäßig kurzen Wegstrecken durch das so gegensätzliche und
faszinierende Land gereist und haben die beeindruckenden
Landschaftsbilder bestaunt und in uns aufgenommen.
Als wir am Sonntag, dem 18. April von unserem Hotel am Südende des Toten
Meeres aus zum Flughafen nach Tel Aviv losfuhren, wussten wir, dass
unser Flug wegen der Aschewolken über Europa gestrichen war. Doch mit
Gottvertrauen haben wir uns wie Abraham auf den Weg ins Unbekannte
gemacht und sind in einem Hotel in Netanya am Mittelmeer gelandet. Dort
konnten wir drei Tage und in einem Hotel in Tel Aviv einen weiteren Tag
Eindrücke im Heiligen Land sammeln, bis am Donnerstag unser Rückflug
möglich wurde. Wir sind auf der Reise von schweren Krankheiten, Unfällen
oder gar Anschlägen bewahrt geblieben und wohlbehalten voll Dankbarkeit
zuhause angekommen. Kadra hatte recht: Wir waren eine wirklich gesegnete
Gruppe.
Weitere
Bilder von der Reise...
Hans Mader é
Ein Reisebericht von Werner Büttner
Eine evangelisch-lutherische Gemeinde in Georgien
Auch bei meinem sechsten ehrenamtlichen Beratungsbesuch in Georgien
besuchte ich die evangelisch-lutherische Kirche in Georgien, genauer
gesagt in Tiflis und Rustavi, einer Industriestadt in der Nähe von
Tiflis.
Die Entstehung geht zurück auf die Zeit vor 1990 und begann mit einer
Städtepartnerschaft zwischen Saarbrücken und Tiflis. Daraus entstand
damals auch eine Partnerschaft zwischen der theologischen Fakultät und
deren Leiter Professor Hummel und der Universität Tiflis.
Über die Besuche von Prof. Gert Hummel berichteten damals auch die
Medien und eines Tages standen evangelische Christen mit deutscher
Abstammung vor seiner Hoteltür und fragten ihn, ob er mit ihnen einen
Gottesdienst feiern würde. In einem der nächsten Gottesdienste baten
diese Christen ihn, eine große Zahl von Ihnen zu taufen, weil diese
kleine Gruppe natürlich keinen Pastor hatte. Auch dieses machte
Professor Hummel, weil er neben seinem Lehrstuhl auch ordinierter
Pfarrer war.
Frau Christiane Hummel, die heute noch in Tiflis lebende Ehefrau, sagte
mir in einem Gespräch, dass alle diese Begegnungen sehr bewegende
Augenblicke waren, die ihren Mann und sie selbst so stark beeinflussten,
dass beide beschlossen, eine evangelisch-lutherische Kirche in Georgien
zu gründen. Und so kam es, dass beide nach dem Eintritt in den Ruhestand
ihr privates Vermögen in den Bau einer Kirche investierten, mit privatem
Geld die Entstehung der georgischen Gemeinde bezahlten und ihren
Wohnsitz nach Tiflis verlegten.
Auch nach dem frühen Tod von Professor Hummel im Jahre 2004 blieb Frau
Hummel in Georgien und betreut mit großem Engagement diese Kirche mit
ihren insgesamt 6 Gemeinden im gesamten Gebiet von Georgien. Eine der
Kirchen liegt in der abtrünnigen Gebiet von Abchasien und der jetzige
Pastor und Bischof der ELK Georgien kann dort nur unter dem Schutz der
Nato zur Visitation oder zu Gottesdiensten fahren.
Bei jedem meiner Besuche war ich auch im Gottesdienst einer der
Gemeinden und ich bin jedes Mal begeistert von der sehr aktiven
Gemeindearbeit. Auch ein kleines Altenheim und eine Suppenküche für Arme
wird unterhalten. Alle Gottesdienste werden mehrsprachig gehalten und
zwar in Deutsch, Georgisch und Russisch und jeder anwesende Christ singt
die bekannten Kirchenlieder in seiner Sprache. Es ist immer wieder ein
schönes Erlebnis, dabei zu sein.
Wegen der geringen Einkommen in Georgien und der schwierigen Situation
dort, ist die Kirche auf Spenden aus Deutschland angewiesen. Wer helfen
möchte, melde sich wegen weiterer Auskünfte bei Werner Büttner Telefon
82515. é
Arne Plath - Student
„Danke“
Im
Rahmen meines Studiums der Gemeindepädagogik in Berlin habe ich im März
das dreieinhalb wöchige Praktikum in der Gemeinde St.Georgsberg
absolviert.
Dabei habe ich viele Gruppen der Gemeinde besucht und auch einen Blick
hinter die Kulissen der Gemeindearbeit werfen können. Pastor Hensel habe
ich in seinem Alltag begleiten dürfen und so feststellen können, wie
vielseitig Glauben, Leben und Lernen in dieser Gemeinde ausgeprägt sind.
So habe ich sowohl die ganz jungen Gemeindemitglieder (z.B. im
Kindergarten) und die etwas älteren im Konfirmandenunterricht und in der
Jugendgruppe besucht, als auch die anderen Gemeinschaften kennengelernt.
In den Gesprächskreisen, in der Bibelstunde und beim Frauenfrühstück –
um nur einige zu nennen – fand sich auch immer Zeit für persönliche
Gespräche. Die Hausbesuche, die ich mit Pastor Hensel machte, gaben
einen noch intensiveren Einblick in die Arbeit im Dienste dieser
lebendigen Gemeinde.
Dabei bin ich - als ein Praktikant von außerhalb - überall freundlich
aufgenommen worden, dafür möchte ich Ihnen allen herzlich danken!
Dieses Praktikum hat mir zahlreiche Impulse gegeben und bestärkt mich in
der Wahl meines Studiums. Diese Zeit wird mir noch lange in guter
Erinnerung bleiben!
Ihnen allen Gottes Segen wünscht
Arne Plath é
30 Jahre Handarbeitskreis - 40 Jahre Montagskaffee
Am 15. März wurden das 30-jährige Bestehen des
Handarbeitsarbeitskreises und die 40-jährigen Zusammenkünfte des
Montagskaffees gefeiert.
Ein würdiges Jubiläum!
Es begann mit einer Andacht von Pastor Mader in unserer schönen alten
Kirche St.Georg auf dem Berge. Es war allen ein Anliegen, zu danken und
Gott zu loben.
Welch eine Überraschung, dass wir in der Kirche die Kinderkantorei unter
der Leitung von Frau Meyer-Borghardt erleben durften! Mit lebendigem
Engagement und großer Einsatzfreude hat die kleine Schar drei Lieder aus
dem einstudierten Singspiel „Die Stillung des Sturms“ gekonnt gesungen
und dargestellt. Danke, liebe Sängerinnen und Sänger! Danke, liebe
Kantorin!
Eine Kaffeetafel und ein Glas Sekt im Gemeindehaus durften bei der
Jubiläumsfeier natürlich nicht fehlen. Hier konnten wir außer unserer
Gruppe viele Gäste begrüßen, besonders das Ehepaar Klingenberg. Zur
Amtszeit von Pastor Klingenberg waren der Montagskaffee und der
Handarbeitskreis eingerichtet worden.
Auf den Montagnachmittag freuen sich alle Spielerinnen seither immer
noch, und der Handarbeitskreis kann in den vergangenen 30 Jahren auf
viele Aktivitäten zurückblicken. Durch den jährlichen Adventsbasar und
durch die Stände auf weiteren Märkten wurden Spendeneinnahmen von weit
mehr als 150.000 € erzielt. So konnte auch in diesem Jahr der
Spendentopf durch sehr gute Verkäufe von Handarbeiten und Losen (jedes
Los gewinnt!) beim Ostermarkt in Harmsdorf weiterhin gefüllt werden. Mit
diesem Geld werden wie immer viele wohltätige, sinnvolle Projekte
unterstützt und finanziert.
Doch bleiben wir bei den Erinnerungen. Sie wurden dadurch besonders
lebendig, dass Pastor Hensel viele Fotos aus vergangenen Zeiten an die
Wand projizierte.
Es waren Bilder von Aktionen aus dem Kreuzgang des Domes, aus dem
Kreishaus und natürlich aus unserem alten und neuen Gemeindehaus.
Weiterhin waren ansprechend dekorierte Stände zu sehen, geschmückte
Tische zu allen Festlichkeiten, Arbeitsgruppen, Gemeindemitglieder und
nicht zuletzt einige liebe Verstorbene, die aktiv mitgearbeitet haben.
Grußworte von Frau Thiede, die den Handarbeitskreis 1980 auf Anregung
von Frau Demke gegründet hat, rundeten den schönen Nachmittag ab.
Nach dem Ausklang mit dem Lied „Der Mond ist aufgegangen“
verabschiedeten sich alle bewegt und beglückt, und einige kauften zum
Schluss noch für den guten Zweck die wunderschönen
Frühlings-Tischgestecke.
Unser Wunsch an Sie alle: Bleiben Sie uns treu!
Für den Handarbeitskreis
Erika Schoof é

