Kirchengemeinde St.Georgsberg
* Ev.-Luth. Kirchengemeinde St.Georgsberg * Wedenberg 9 * 23909 Ratzeburg *
 
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Gemeindeleben

 

 

 

 

Kindergarten Schmilau

Ist der Hirsch der Mann vom Reh?

KiGa SchmilauSo lautet der Titel eines interessanten Sachbuches, und nicht nur diese Frage wurde in unserem Schmilauer Kindergarten geklärt.
Begeistert waren die Kinder besonders von einer CD, auf der fast alle Waldtiere zu hören waren. Während die Jüngeren ihren Spaß damit hatten, einen Hirsch oder einmal den Ton eines Dachses zu hören, wetteiferten die Größeren beim Tierstimmenquiz. Wir waren erstaunt, wie schnell sie alle Stimmen schon nach einmaligem Hören erkannten. Dann  besuchten wir den Wildpark in Mölln. Unser herzlicher Dank gilt hier der Familie Bockhop, die uns für diesen Ausflug wieder einmal gerne ihren großen Erdbeerbus mit einem freundlichen Fahrer zur Verfügung stellte.
 
KiGa SchmilauDie Führung mit Herrn Wilde wurde zu einem lehrreichen und spannenden Erlebnis. Der Kolkrabe Jakob zeigte sich an diesem Tag leider nicht so gesprächig, stattdessen imitierte Herr Wilde ihn aber so perfekt, dass nicht nur Rabe Jakob irritiert war.
Einige Tage später kamen dann die Eltern von Jona und Lilli mit dem Infomobil  der Kreisjägerschaft zum Kindergarten. Mit Hilfe seiner Frau baute Herr Heitling die Ausstellung vor unserer Tür auf.
 
Die Kinder konnten Fragen stellen und bekamen die Gelegenheit, u.a. auch den Dachs, Iltis oder Fuchs zu streicheln. Die ausgestellten Geweihe spornten unsere starken Kinder zur Kraftprobe an.
Wir bedanken uns nochmals bei allen Beteiligten, die Resonanz  unserer naturbegeisterter Kinder zeigt uns, dass diese Aktion ein voller Erfolg war.
 
Herzliche Grüße aus dem Kindergarten Schmilau
 
Ihre  Martina Kruse-Jacobsen  é

Jubiläum und Reparatur

„Die Glocke"

Glocke(hm) Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen: Seit Anfang Mai läuten wieder alle Glocken unserer Kirche St. Georg auf dem Berge in fröhlicher Eintracht. Seit Ende letzten Jahres gab es Probleme mit den Glockenmotoren. Trotz mehrfacher Reparaturen fielen sie immer wieder aus. 50 Jahre haben sie auf dem Buckel. Da hat der Kirchenvorstand entschieden, neue Glockenmotoren einbauen zu lassen. So freuen wir uns, dass seit Anfang Mai wieder das volle Geläut erklingt und zu unseren Gottesdiensten, Hochzeiten und Beerdigungen einlädt.
 
Unsere Kirche besitzt zwei sehr alte und zwei verhältnismäßig neue Glocken. Die älteste ist die Taufglocke von 1569, die mit einer über 100 Jahre alten Glockenmaschine per Pedal geläutet wird und nur zu Taufen erklingt. 1681 wurde für den damals neu errichteten kleinen Glockenturm eine Bronzeglocke gegossen, die heute einzeln geläutet als Sterbeglocke erklingt, aber auch mit den beiden jungen Glocken gemeinsam zu den Gottesdiensten einlädt und einen Te-Deum-Dreiklang bildet.
1960 ließ unsere Gemeinde zwei weitere Bronzeglocken bei der Glockengießerei Schilling in Heidelberg gießen. Die größere Glocke erinnert an die Gefallenen, Kriegsopfer und Vermissten mit der Aufschrift: „Ich gebe ihnen das ewige Leben. 1939 bis 1945.“ Die kleinere Glocke ist den Heimatvertriebenen und Flüchtlingen gewidmet. Auf ihr findet sich die Zusage Gottes: „Ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst. 1945, Jahr der Vertreibung.“
 
1960 haben die Kriegs- und Nachkriegsereignisse das Bewusstsein der Menschen doch noch sehr geprägt. Ältere Gemeindeglieder erinnern sich: In einer feierlichen Prozession wurden die beiden neuen Glocken mit Pferd und Wagen vom Ratzeburger Bahnhof abgeholt und zur Kirche gebracht. Damals wurden sie – wie auch die alte Sterbeglocke – mit Elektromotoren ausgerüstet. Diese Motoren haben nun ihren Dienst quittiert. Doch zum 50. Geburtstag der jungen Glocken haben sie – wie die alte Sterbeglocke – einen neuen Motor erhalten. So können alle vier Glocken unserer Kirche wieder ihren Verkündigungsdienst versehen, der darin besteht, wie es ihre Aufschriften formulieren: „SOLI DEO GLORIA!“ Oder: „Gott, dem Allmächtigen zu Ehren!“
 
Spenden zur Finanzierung der Glockenreparatur erbitten wir auf das Konto unserer Kirchengemeinde Nr. 113 220 bei der Kreissparkasse Ratzeburg (BLZ 230 527 50). Spendenbescheinigungen stellen wir selbstverständlich aus. Eine Broschüre über die Entstehung und Bedeutung der Glocken von St.Georg auf dem Berge finden Sie in unserer Kirche.  é
 

 

Pilgerreise ins Heilige Land

„Ihr seid eine gesegnete Gruppe!“ 

Pilgerreise 2010 nach Israel(hm) „Ihr seid wirklich eine gesegnete Gruppe!“ sagte die palästinensische Christin Kadra zu uns, als sie uns durch Bethlehem führte und sich die lange Warteschlange in der Geburtskirche ausgerechnet als wir kamen auf wundersame Weise verflüchtigt hatte. Es war in der Tat eine gesegnete Reise, diese vierte Pilgerreise unserer Kirchengemeinde ins Heilige Land. Diesmal hatten sich 41 Personen aus Ratzeburg und Umgebung am Dienstag nach Ostern unter der Leitung von Pastor Mader und seiner Frau auf den Weg gemacht. Die Reise stand diesmal unter dem Motto: „Kommt und seht – ein Land der Gegensätze“
 
Wir konnten die heiligen Stätten besuchen am See Genezareth, in Jerusalem und Bethlehem. Der Benediktinerpater Bargil Pixner hat einmal formuliert: „Das heilige Land ist wie ein fünftes Evangelium.“ Und so waren viele von uns tief berührt, als sie auf den Spuren Jesu in einem Boot auf dem See Genezareth fuhren, am Ufer des Sees eine Andacht feierten, wo Jesus auf wunderbare Weise 5.000 Menschen gespeist hatte oder in Jerusalem auf der Via Dolorosa und in der Grabeskirche dem Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu nachsannen oder als sie auf dem Ölberg in der Himmelfahrtskirche beteten oder in Bethlehem mitten im April ein Weihnachtslied anstimmten. Jesus und die Bibel können einem im Heiligen Land sehr nahe kommen.
 
Natürlich haben wir auch viel Geschichte gesehen und erfahren: Aus byzantinischer und Kreuzfahrerzeit sind beeindruckende Kirchen und Burgen erhalten. Die Festung Massada von König Herodes über dem Toten Meer angelegt erinnert an die letzten aufständischen Juden, die dort im Jahre 70 nicht lebendig in die Hände der Römer fallen wollten und sich deshalb selbst das Leben nahmen. Auch die moderne Geschichte von der Judenvernichtung im Dritten Reich hat uns als Deutsche im Holocaust Museum Jad Vaschem in Jerusalem besonders eingeholt und ist uns buchstäblich unter die Haut gegangen.
Natürlich sind uns auch die heutigen politischen Probleme zwischen Israelis und Palästinensern nicht verborgen geblieben. Ganz im Gegenteil: Mit unseren Freunden aus der evangelischen Kirchengemeinde in Beit Jala haben wir einen Friedenslauf zur Mauer unternommen. Sie riegelt das Westjordanland wie ein Freiluftgefängnis ab und lässt vor allem den Jugendlichen kaum Lebensperspektiven. Wir haben Gespräche geführt mit Menschen in Israel und in Palästina. Das bedrückende Fazit war: eine Friedenslösung ist nicht in Sicht, die Lage scheint sich eher zu verschlechtern.
 
Auch die so unterschiedlichen Landschaftsformen in Israel haben wir im wahrsten Sinne des Wortes erfahren: Von den subtropisch fruchtbaren Gegenden im Norden am See Genezareth und auf den Golanhöhen über die Berge Jerusalems und die Wüste am Ufer des Toten Meeres 400 Meter unter dem Meeresspiegel bis hin zur Mittelmeerküste sind wir auf verhältnismäßig kurzen Wegstrecken durch das so gegensätzliche und faszinierende Land gereist und haben die beeindruckenden Landschaftsbilder bestaunt und in uns aufgenommen.
 
Als wir am Sonntag, dem 18. April von unserem Hotel am Südende des Toten Meeres aus zum Flughafen nach Tel Aviv losfuhren, wussten wir, dass unser Flug wegen der Aschewolken über Europa gestrichen war. Doch mit Gottvertrauen haben wir uns wie Abraham auf den Weg ins Unbekannte gemacht und sind in einem Hotel in Netanya am Mittelmeer gelandet. Dort konnten wir drei Tage und in einem Hotel in Tel Aviv einen weiteren Tag Eindrücke im Heiligen Land sammeln, bis am Donnerstag unser Rückflug möglich wurde. Wir sind auf der Reise von schweren Krankheiten, Unfällen oder gar Anschlägen bewahrt geblieben und wohlbehalten voll Dankbarkeit zuhause angekommen. Kadra hatte recht: Wir waren eine wirklich gesegnete Gruppe.

Weitere Bilder von der Reise...
 
Hans Mader  é

 

Ein Reisebericht von Werner Büttner

Eine evangelisch-lutherische Gemeinde in Georgien 

Auch bei meinem sechsten ehrenamtlichen Beratungsbesuch in Georgien besuchte ich die evangelisch-lutherische Kirche in Georgien, genauer gesagt in Tiflis und Rustavi, einer Industriestadt in der Nähe von Tiflis.
Die Entstehung geht zurück auf die Zeit vor 1990 und begann mit einer Städtepartnerschaft zwischen Saarbrücken und Tiflis. Daraus entstand damals auch eine Partnerschaft zwischen der theologischen Fakultät und deren Leiter Professor Hummel und der Universität Tiflis.
 
Über die Besuche von Prof. Gert Hummel berichteten damals auch die Medien und eines Tages standen evangelische Christen mit deutscher Abstammung vor seiner Hoteltür und fragten ihn, ob er mit ihnen einen Gottesdienst feiern würde. In einem der nächsten Gottesdienste baten diese Christen ihn, eine große Zahl von Ihnen zu taufen, weil diese kleine Gruppe natürlich keinen Pastor hatte. Auch dieses machte Professor Hummel, weil er neben seinem Lehrstuhl auch ordinierter Pfarrer war.
Frau Christiane Hummel, die heute noch in Tiflis lebende Ehefrau, sagte mir in einem Gespräch, dass alle diese Begegnungen sehr bewegende Augenblicke waren, die ihren Mann und sie selbst so stark beeinflussten, dass beide beschlossen, eine evangelisch-lutherische Kirche in Georgien zu gründen. Und so kam es, dass beide nach dem Eintritt in den Ruhestand ihr privates Vermögen in den Bau einer Kirche investierten, mit privatem Geld die Entstehung der georgischen Gemeinde bezahlten und ihren Wohnsitz nach Tiflis verlegten.
 
Auch nach dem frühen Tod von Professor Hummel im Jahre 2004 blieb Frau Hummel in Georgien und betreut mit großem Engagement diese Kirche mit ihren insgesamt 6 Gemeinden im gesamten Gebiet von Georgien. Eine der Kirchen liegt in der abtrünnigen Gebiet von Abchasien und der jetzige Pastor und Bischof der ELK Georgien kann dort nur unter dem Schutz der Nato zur Visitation oder zu Gottesdiensten fahren.
 
Bei jedem meiner Besuche war ich auch im Gottesdienst einer der Gemeinden und ich bin jedes Mal begeistert von der sehr aktiven Gemeindearbeit. Auch ein kleines Altenheim und eine Suppenküche für Arme wird unterhalten. Alle Gottesdienste werden mehrsprachig gehalten und zwar in Deutsch, Georgisch und Russisch und jeder anwesende Christ singt die bekannten Kirchenlieder in seiner Sprache. Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, dabei zu sein.
 
Wegen der geringen Einkommen in Georgien und der schwierigen Situation dort, ist die Kirche auf Spenden aus Deutschland angewiesen. Wer helfen möchte, melde sich wegen weiterer Auskünfte bei Werner Büttner Telefon 82515.  é 

 

Arne Plath - Student

Danke

Arne PlathIm Rahmen meines Studiums der Gemeindepädagogik in Berlin habe ich im März das dreieinhalb wöchige Praktikum in der Gemeinde St.Georgsberg absolviert.
Dabei habe ich viele Gruppen der Gemeinde besucht und auch einen Blick hinter die Kulissen der Gemeindearbeit werfen können. Pastor Hensel habe ich in seinem Alltag begleiten dürfen und so feststellen können, wie vielseitig Glauben, Leben und Lernen in dieser Gemeinde ausgeprägt sind.
So habe ich sowohl die ganz jungen Gemeindemitglieder (z.B. im Kindergarten) und die etwas älteren im Konfirmandenunterricht und in der Jugendgruppe besucht, als auch die anderen Gemeinschaften kennengelernt. In den Gesprächskreisen, in der Bibelstunde und beim Frauenfrühstück – um nur einige zu nennen – fand sich auch immer Zeit für persönliche Gespräche. Die Hausbesuche, die ich mit Pastor Hensel machte, gaben einen noch intensiveren Einblick in die Arbeit im Dienste dieser lebendigen Gemeinde.
Dabei bin ich - als ein Praktikant von außerhalb - überall freundlich aufgenommen worden, dafür möchte ich Ihnen allen herzlich danken!
Dieses Praktikum hat mir zahlreiche Impulse gegeben und bestärkt mich in der Wahl meines Studiums. Diese Zeit wird mir noch lange in guter Erinnerung bleiben!
Ihnen allen Gottes Segen wünscht
Arne Plath  é 

 

30 Jahre Handarbeitskreis - 40 Jahre Montagskaffee

Am 15. März wurden das 30-jährige Bestehen des Handarbeitsarbeitskreises und die 40-jährigen Zusammenkünfte des Montagskaffees gefeiert.
Ein würdiges Jubiläum!
Es begann mit einer Andacht von Pastor Mader in unserer schönen alten Kirche St.Georg auf dem Berge. Es war allen ein Anliegen, zu danken und Gott zu loben.
 
Welch eine Überraschung, dass wir in der Kirche die Kinderkantorei unter der Leitung von Frau Meyer-Borghardt erleben durften! Mit lebendigem Engagement und großer Einsatzfreude hat die kleine Schar drei Lieder aus dem einstudierten Singspiel „Die Stillung des Sturms“ gekonnt gesungen und dargestellt. Danke, liebe Sängerinnen und Sänger! Danke, liebe Kantorin!
 
Eine Kaffeetafel und ein Glas Sekt im Gemeindehaus durften bei der Jubiläumsfeier natürlich nicht fehlen. Hier konnten wir außer unserer Gruppe viele Gäste begrüßen, besonders das Ehepaar Klingenberg. Zur Amtszeit von Pastor Klingenberg waren der Montagskaffee und der Handarbeitskreis eingerichtet worden.
Auf den Montagnachmittag freuen sich alle Spielerinnen seither immer noch, und der Handarbeitskreis kann in den vergangenen 30 Jahren auf viele Aktivitäten zurückblicken. Durch den jährlichen Adventsbasar und durch die Stände auf weiteren Märkten wurden Spendeneinnahmen von weit mehr als 150.000 € erzielt. So konnte auch in diesem Jahr der Spendentopf durch sehr gute Verkäufe von Handarbeiten und Losen (jedes Los gewinnt!) beim Ostermarkt in Harmsdorf weiterhin gefüllt werden. Mit diesem Geld werden wie immer viele wohltätige, sinnvolle Projekte unterstützt und finanziert.
 
Doch bleiben wir bei den Erinnerungen. Sie wurden dadurch besonders lebendig, dass Pastor Hensel viele Fotos aus vergangenen Zeiten an die Wand projizierte.
Es waren Bilder von Aktionen aus dem Kreuzgang des Domes, aus dem Kreishaus und natürlich aus unserem alten und neuen Gemeindehaus. Weiterhin waren ansprechend dekorierte Stände zu sehen, geschmückte Tische zu allen Festlichkeiten, Arbeitsgruppen, Gemeindemitglieder und nicht zuletzt einige liebe Verstorbene, die aktiv mitgearbeitet haben.
 
Grußworte von Frau Thiede, die den Handarbeitskreis 1980 auf Anregung von Frau Demke gegründet hat, rundeten den schönen Nachmittag ab.
Nach dem Ausklang mit dem Lied „Der Mond ist aufgegangen“ verabschiedeten sich alle bewegt und beglückt, und einige kauften zum Schluss noch für den guten Zweck die wunderschönen Frühlings-Tischgestecke.
 
Unser Wunsch an Sie alle: Bleiben Sie uns treu!
 
Für den Handarbeitskreis
 
Erika Schoof  é