Kirchengemeinde St.Georgsberg
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Glaubens-ABC

Konfirmation

(jh) - Im Mittelalter hatte sich als Ergänzung zur (Kinder-) Taufe das Sakrament der Firmung herausgebildet, das als Erinnerung und Bekräftigung der Taufe für Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenenalter zu verstehen ist. In den evangelischen Kirchen wurde die Firmung zwar nicht als Sakrament angesehen, aber mit der Konfirmation (1720 bis 1835) eine vergleichbare Feier eingeführt, die mit der ersten Zulassung zum Abendmahl verbunden ist.
Heute ist die Konfirmation feierlicher Abschluss eines 1-2jährigen Unterrichts, der in ein zeitgemäßes Verständnis des christlichen Glaubens und in das Leben der Gemeinde einführen soll. Die Grundlagen hinsichtlich des Glaubens allerdings, die heutige Jugendliche mit einbringen, schwinden mehr und mehr, so dass es häufig genug darum geht, den Jugendlichen überhaupt zu vermitteln, was Glaube ist, wer Jesus ist und welche Rolle Gott in ihrem Leben spielen möchte. Aufgrund dieser sog. säkularen Situation kommt gerade in unserer Zeit der Arbeit mit Kindern eine erhöhte Aufmerksamkeit zu, z.B. Kindergärten, KinderKirche, Kindergottesdienst, Kinderbibelwoche etc.
Im Konfirmandenunterricht können die Jugendlichen ihre eigenen Fragen stellen und die Gemeinde auch durch praktische Tätigkeiten kennenlernen.
Mit dem Angebot einer Jugendgruppe nach der Konfirmandenzeit sowie gemeinsame Wochenendfreizeiten sowie Angebote zur Mitarbeit bei der KinderKirche und dem Kindergottesdienste oder der Kinderbibelwoche besteht die Möglichkeit, die einmal hergestellte Verbindung zur Gemeinde nicht abreißen zu lassen.
So wird der Konfirmandenunterricht auch für die Gemeinde und Kirche zu einer Probe, weil sich hier zeigen muss, ob der Glaube jungen Leuten verständlich und annehmbar dargestellt werden kann und ob überhaupt vermittelt werden konnte, was der Glaube an Jesus Christus für den einzelnen jungen Menschen bedeuten kann.
Dabei entscheidet sich dann auch oft, welche Einstellung diese Menschen während ihres späteren Lebens zu ihrer Kirche haben und welche Rolle Gott, Jesus und der Glaube für sie spielt.
Laut Umfragen haben die meisten Erwachsenen den Konfirmandenunterricht in guter Erinnerung, wenn ihnen auch damals der Zwang zur regelmäßigen Teilnahme lästig war. Für Konfirmanden und Eltern ist die Konfirmationsfeier besonders eindrücklich, wenn die Konfirmanden sie selbst mitgestaltet haben. Sie bekommen dabei einen persönlichen Bibelspruch und eine Urkunde.
Mit der Konfirmation erhält der Jugendliche die Berechtigung zum Patenamt. In den Familienfeiern steht der junge Mensch erstmals im Mittelpunkt. Die Konfirmation, die Zeit davor und danach sind für Eltern, Kinder und Verwandte oft ein besonderer Anlass, gemeinsam zum Abendmahl zu gehen.
Auch wer nicht getauft ist, kann sich zur Konfirmation anmelden und sich taufen lassen. Dabei hat der Konfirmandenunterricht die Rolle des sog. Katechumenats – also der Vorbereitung auf die Taufe.
Erwachsene, die sich taufen lassen wollen, werden z.B. durch Glaubenskurse oder persönliche Taufvorbereitungen auf die Taufe zugerüstet.