Kirchengemeinde St.Georgsberg
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Glaubens-ABC

"Pfingsten"

(jh) - Das Wort kommt aus der griechischen Sprache und bezeichnet ursprünglich ein jüdisches Erntefest, das am fünfzigsten (= pentekoste) Tag nach dem Passahfest gefeiert wird zum Gedenken an die Gesetzgebung am Berg Sinai.
In der christlichen Kirche ist Pfingsten das Fest der Erfahrung des Heiligen Geistes. Im 2. Kapitel der Apostelgeschichte findet sich hierfür eine anschauliche Geschichte. Sie bringt zum Ausdruck, dass die Anhänger Jesu einige Zeit nach seinem Tod den Mut fanden, öffentlich von ihm zu predigen, dass er auferstanden ist. Obwohl die Zuhörer verschiedener Sprache und Nationalität waren, wurden die Apostel verstanden, und die Gemeinschaft der Christen (= Kirche) wuchs. Das wurde als Wunder und Wirkung des Heiligen Geistes verstanden. Nach anfänglicher Bestürzung und Ratlosigkeit waren die Zuhörer der Predigt des Petrus (Kapitel 2,17-41) so betroffen (»mitten ins Herz«), dass sie sich bekehrten und taufen ließen.
Auch heute sprengt die Predigt von Jesus das Gewohnte und Bekannte, wenn sie vom Heiligen Geist bestimmt ist. In ihm wird die Grundlage für den Bestand und die Kraft für die Erneuerung der Kirche gesehen. Auch der Glaube des einzelnen Christen entsteht durch die Vermittlung des Heiligen Geistes und wird durch ihn gestärkt und entfaltet.
Das Pfingstfest dauerte früher eine ganze Woche. Es führt inhaltlich hin zum Fest der Dreieinigkeit (bzw. Dreifaltigkeit = Trinitatis) Gottes, das am darauf folgenden Sonntag gefeiert wird.