Glaubens-ABC
„Trinitatis“
(hm) - Am Sonntag nach Pfingsten feiern wir, wie in jedem Jahr, das
Trinitatisfest. Nach diesem Fest werden danach alle Sonntage bis zum
Ende des Kirchenjahres gezählt. Doch was bedeutet eigentlich Trinitatis?
Es ist ein lateinisches Wort und heißt auf Deutsch: „Dreieinigkeit“. Was
ist damit gemeint? Dieser Begriff versucht, das Geheimnis Gottes zu
beschreiben. Im apostolischen Glaubensbekenntnis heißt es zwar: Ich
glaube an Gott ... ich glaube an Jesus Christus ... ich glaube an den
Heiligen Geist. Trotzdem glauben wir Christen natürlich nur an einen
Gott. Doch dieser eine Gott hat sich uns Menschen auf dreierlei Weise zu
erkennen gegeben: als Schöpfer und Erhalter der Welt; als Mensch Jesus
von Nazareth, der vor 2.000 Jahren in Israel gelebt hat, dort gekreuzigt
wurde und auferstanden ist und als Heiliger Geist, der uns bis heute zum
Glauben führt und als christliche Gemeinde zusammenschließt.
Drei in einem – so feiern wir unseren Gott. In einem Trinitatislied von
Gerhard Tersteegen (Nummer 140 im Gesangbuch) heißt es:
Brunn alles Heils, dich ehren wir und öffnen unsern Mund vor dir; aus
deiner Gottheit Heiligtum dein hoher Segen auf uns komm.
Der Herr, der Schöpfer, bei uns bleib, er segne uns nach Seel und Leib,
und uns behüte seine Macht vor allem Übel Tag und Nacht.
Der Herr, der Heiland, unser Licht, uns leuchten laß sein Angesicht,
dass wir ihn schaun und glauben frei, dass er uns ewig gnädig sei.
Der Herr, der Tröster, ob uns schweb, sein Antlitz über uns erheb, dass
uns sein Bild wird eingedrückt, und geb uns Frieden unverrückt.
Gott, Vater, Sohn und Heilger Geist, o Segensbrunn, der ewig fließt:
durchfließ Herz, Sinn und Wandel wohl, mach uns deins Lobs und Segens
voll!

