Kirchengemeinde St.Georgsberg
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Glaubens-ABC

"Weihnachten"

(jh) - Fest der Geburt Jesu, nicht seines Geburtstags, der ist unbekannt. Ursprünglich und in der Ostkirche heute noch als Fest der Erscheinung (= Epiphanias) am 6. Januar gefeiert, wurde es von Mitte des 4. Jahrhunderts an auf den Tag der Wintersonnenwende gelegt, weil nicht mehr der »unbesiegte Sonnengott« Roms, sondern Christus als »Licht der Welt« geglaubt wird.
Inhalt des Weihnachtsfestes ist die in Jesus von Nazareth Gestalt gewordene Liebe Gottes zur Welt, die »Fleischwerdung des Wortes«. Gott kommt dem Menschen entgegen, arm, gewalt- und machtlos. Er ist nicht mehr unerreichbar im Jenseits, sondern mitten unter uns. Das hat in den Evangelien von Matthäus und Lukas zur Geburt Jesu einen anschaulichen Ausdruck gefunden.
Auch viele Gebräuche und Gestaltungsformen des Weihnachtsfestes sind mehr oder weniger bewusst und erkennbar davon bestimmt: Geschenke sollen Sinnbild der Liebe und Zuwendung Gottes sein; der auch im Winter grüne Tannenbaum im Zimmer ist Symbol der Hoffnung und Freude, die durch Christi Geburt ausgelöst werden. Krippen- und Hirtenspiele, Weihnachtslieder, -geschichten und -bilder lassen den Grund des Festes unter verschiedenen Aspekten erleben.
Gewohnheit und Wohlstand ohne Verantwortung und Dank haben allerdings den Sinn des Weihnachtsfestes z. T. in den Hintergrund treten lassen. Zeitgemäße Aufgabe ist es, dieses Fest der Geburt Jesu wieder neu in den Vordergrund zu rücken, die frohe Botschaft Jesu Christi zu verkündigen, damit die Menschen unserer Zeit begreifen, dass sie nur durch ihn ein festes Fundament und Halt für ihr Leben bekommen.